Taiga - Band

Taiga

Momente kann man nicht nachahmen; sie sind einzigartig. Genau wie die aus Osnabrück stammende Band TAIGA, die sich von der Welle der besonderen Momente ihrer Bandgeschichte immer weiter voran treiben lässt. Die einen möchten sie Zufälle nennen, doch für TAIGA sind es geradezu schicksalhafte Begegnungen, die den Werdegang des deutschsprachigen Indiepop-Trios bestimmen. Bereits ihr halbes Leben machen die Endzwanziger Angelino Wagener, Gereon Tölg und Tobi Schneider Musik, spielen sich in ihrer Jugend, teils gemeinsam, teils getrennt in verschiedenen Konstellationen einmal quer durch die Genre-Schubladen. Erst im Herbst 2010 stehen die Jungs bei einem Benefizkonzert erstmalig gemeinsam auf der Bühne. Dort während ihres Auftritts ist dieses unbeschreibliche Kribbeln, das keinen Zweifel lässt: Wir sind eine Band. Wir sind TAIGA. Nach Monaten im Proberaum machen TAIGA im Frühjahr 2011 Nägel mit Köpfen. Beim Bandcoaching „Bandfactory Niedersachsen“ stellen sie sich einer Fachjury aus Profis der Musikbranche. TAIGA sind die letzte Band des Abends. Nervös rocken sie ihr 20-minütiges Set runter und reißen damit alle Anwesenden vom Hocker. In der Jury sitzt neben MTVs ehemaliger Musik-Chefin Silke Super auch Wir sind Helden-Gitarrist und Keyboarder Jean-Michel Tourette. Es ist Band-Produzenten-Liebe auf den ersten Blick. Direkt nach dem Konzert kommt Tourette auf die Band zu: „Lasst uns was zusammen machen!“ Tourette lädt sie im Sommer 2011 in sein Studio ein. Gemeinsam nehmen sie das erste Demo auf. Der Wir sind Helden-Musiker ist fortan TAIGAs Mentor, ihr persönlicher Obi Wan Kenobi. Er protegiert und fördert die Jungs und lässt sie während der letzten Wir sind Helden-Tour als Support große Bühnenluft schnuppern. Auf einem intensiven Bandwochenende im Frühling 2012 findet der ganz eigene TAIGASound schließlich seinen Weg zur Band. Gitarren tanzen mal gut gelaunt, mal wütend, mal melancholisch mit Tasten, Synthies und Angelinos markanter Stimme zu eingängigen Texten. Die Songs stehen im Mittelpunkt. TAIGA sehen sich zwar im Indie verhaftet, sind dennoch der breiten Masse gegenüber offen. Ganz so, wie das Parfum TAIGA aus dem Roman „Ansichten eines Clowns“ von Heinrich Böll, welches der Band als Namenspate dient. Es rieche „herb, aber modern“. Der nächste logische Schritt folgt mit der ersten EP „Sommer ist vorbei“, die TAIGA mit Tourette produzieren und im Herbst 2013 auf ihrem bandeigenen Label Tundra Tonerzeugnisse veröffentlichen. Letzteres gründen sie extra dafür. Der Moment scheint richtig und so wagen sie den riskanten Sprung ins Haifischbecken aus professioneller Promo und Vertrieb. TAIGA müssen zwar viel Lehrgeld bezahlen, schaffen es aber, dass ihre Single „Sommer ist vorbei“ bei namhaften Radiosendern wie NDR 2, Sputnik, HR3, SWR3, Das Ding, delta radio oder MDR Jump im Programm vorgestellt wird. Bereits zu Beginn des Jahres 2014 vergraben sich TAIGA wieder für ein halbes Jahr mit Tourette im Studio, um nun ihr Debüt-Album Ich bin Frei zu produzieren. Im Herbst ist das Album fertig. Dafür herrscht im Band-Sparschwein mittlerweile gähnende Leere. In einem weiteren zukunftsweisenden Moment entscheiden sich TAIGA dafür, jetzt alles auf eine Karte zu setzen; die Veröffentlichung des Albums soll per Crowdfunding finanziert werden. Alles oder nichts. Ihr gesamtes Herzblut stecken Angelino, Tobi und Gereon in diese Mission und werden Meister des virtuellen Klinkenputzens. Nach drei nervenaufreibenden Monaten, vollgestopft mit Wohnzimmerkonzerten, Facebook-Posts und Interviews, darunter sogar ein Auftritt beim Social-TV-Sender joiz in Berlin, ist die angestrebte Summe von 12000 Euro endlich erreicht. Für TAIGA ist das die Bestätigung: „Unsere Fans glauben an uns!“. Mit dem neuen Jahr 2015 steht nun die LP Ich bin frei in den Startlöchern. Mit ihrer fertigen Platte im Rücken und dem festen Ziel vor Augen, nach der langen Studiozeit in diesem Jahr endlich wieder jede Menge Livemusik am Stück zu servieren, sind TAIGA frei und bereit für den nächsten großen Sprung ins Unbekannte, für den nächsten wegweisenden Moment in ihrer Bandbiografie. – Wie dieser wohl aussehen mag?

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